dicht gebaut – richtig belüftet

Mit einem Haus, das richtig gebaut ist, müssen wir sicherstellen, dass wir richtig lüften.

Seit vielen Jahren werden Haushalte in Deutschland durch natürliche Lüftung belüftet. Das Ergebnis ist ein hoher Energieverbrauch für die Raumheizung (die über 50% der in einer Wohnung verbrauchten Energie ausmacht). Neue energieeffiziente Häuser werden heute durch Doppel- oder Dreifachverglasung, versiegelte Türen, hohe Dämmwerte und einen Beitrag zu verbesserten U-Werten so luftdicht wie möglich gebaut. Diese erhöhte Luftdichtigkeit in einer Wohnung erfordert einen geplanten Lüftungsansatz. Das Ziel einer guten Lüftungsstrategie ist es, ein Gleichgewicht zwischen Energieeffizienz und Raumluftqualität herzustellen. Diese Strategie sollte einen integrierten Ansatz haben, der andere Faktoren wie Wärmedämmung, Heizsysteme, Regelungen und Ihre eigenen Familienanforderungen berücksichtigt. Schlechte Belüftung in einem Haus verursacht strömende Fenster, muffige Gerüche, Feuchtigkeit, Kondensation, Schimmelbildung und übermäßiges Kohlendioxid im Haus – sie ist auch die Hauptursache für Wärmeverluste. Studien zeigen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Luftqualität (verursacht durch schlechte Belüftung) und unserer Fähigkeit, sich zu konzentrieren und produktiv zu arbeiten, sowie der Auswirkung einer schlechten Raumluftqualität auf Asthmatiker und Allergiker gibt. Drei Arten von mechanischer Belüftung, um Ihrem Zuhause zu helfen, besser zu atmen, sind folgende:

(1) Mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung (MVHR) Die Frischluft wird kontinuierlich über die Niedrigenergie-MVHR-Einheit im Dachbereich/Nutzungsbereich des Gebäudes angesaugt. Das Lüftungsgerät filtert die einströmende Luft, um Schadstoffe und Insekten zu entfernen. Sobald diese Luft durch den hocheffizienten Wärmetauscher mit dem Lüftungsaggregat geleitet wird, wird die erwärmte, saubere, frisch gefilterte Frischluft über eine Reihe von Kanälen im gesamten Gebäude verteilt, die zu jedem Wohnraum, d.h. Wohnzimmer, Schlafzimmer usw. führen.

(2) Mechanische Abluftventilation (MEV) Die leise und kompakte zentrale mechanische Abluftventilation wird in der Regel in einem Dachraum oder Schrank installiert und zu allen Nassräumen geführt. Das Niedrigenergiegerät läuft kontinuierlich mit einer niedrigen normalen Lüftungsrate und saugt abgestandene, verunreinigte Luft aus Räumen ab, in denen die meiste Feuchtigkeit erzeugt wird, z.B. in Küchen und Badezimmern.  Ein Frischluftstrom von außen wird von einer/einer Positiv-Eingangsbelüftungseinheit/en oder Fenster-Tropfenlüftern geliefert, um die Verstärkungsabzugsrate des MEV-Ventilators anzupassen.

(3) Positive Input Ventilation (PIV) Die hochentwickelte energieeffiziente Gesamtlüftungs- und Kondensationssteuereinheit für Ihr Zuhause, die so konzipiert ist, dass sie kontinuierlich und sanft von einer zentralen Position auf dem Treppenhaus oder dem Mittelgang aus lüftet. Feuchtehaltige Luft wird verdünnt, verdrängt und durch subtile frische gefilterte Luft ersetzt, wobei Verunreinigungen durch Leckagen oder Entnahmestellen in Nassräumen (falls vorhanden) aus dem Objekt verdrängt werden. Ein PIV-System ist die ideale Lösung für Kondensations- und Schimmelpilzprobleme in bestehenden Häusern. So ist es leicht zu verstehen, warum das Konzept „dicht bauen – richtig lüften“ so stark wie nie zuvor war.